cyanotypie.eu - Alles rund um die Cyanotypie

1842 entdeckte Sir John Herschel im Rahmen seiner Arbeit als Astronom und Naturwissenschafter ein Verfahren zur Herstellung von stabilen fotografischen Bildern. Es beruht auf der Tatsache, daß eine bestimmte Eisenverbindung nach der Belichtung in Wasser einen dunkelblauen Niederschlag erzeugt.

Seit den 50er Jahren des 19.Jahrhunderts wurde dann die Cyanotypie in den verschiedensten Varianten benutzt, am häufigsten allerdings zur billigen Herstellung von Blaupausen. Es ist damit
nach der Daguerreotypie und Talbotypie/Kalotypie eines der ältesten und simpelsten fotografischen Verfahren.

Es ist ein Negativ-Kontaktverfahren, dies bedeutet, daß die Negative direkt auf dem beschichteten Papier aufliegen und damit natürlich auch die Größe des fertigen Bildes haben müssen. Die Cyanotypie zeichnet sich durch recht harte Arbeitsweise aus (der Tonwertumfang ist relativ begrenzt), hat aber eine erstaunlich feine Zeichnung und Schärfe.

Mit der Einführung modernerer Foto- und Kopierverfahren, verlor die Cyanotypie (auch
Eisenblaudruck) an Bedeutung und führte lange Zeit ein Schattendasein, geriet fast in Vergessenheit. In letzter Zeit gewinnt sie (auch im Rahmen der einfachen Negativerstellung am Computer) für kreative und künstlerische Anwendung wieder an Bedeutung.