cyanotypie.eu - Alles rund um die Cyanotypie

Was benötige ich für eine Cyanotypie? Im Prinzip nicht viel. Allerdings gibt es einige Hilfsmittel, welche zwar nicht unbedingt nötig sind, einem aber das Leben erleichtern. Diese habe ich kursiv gekennzeichnet.


Chemie:

Destiliertes Wasser

Rotes Blutlaugensalz (Kaliumferricyanid, Kaliumhexacyanoferrat-(III), potassium ferricyanide, potassium hexacyanoferrate(III))

Grünes Eisenammoniumzitrat (Ammoniumeisen(III)-Citrat, grünes Ammoniumferricitrat, ferric ammonium citrate, green, ammonium iron (III) citrate). Das braune Eisenammoniumzitrat ist zwar theoretisch auch für den Prozess geeignet, allerdings um einiges unempfindlicher. Angesichts von Belichtungszeiten von bis zu einer Stunde bei der grünen Variante, ist daher dringend davon abzuraten, das Rote zu nutzen.

Gelatine für die Beschichtung von nicht oder schlecht saugfähigen Materialien.

Wasserstoffperoxyd zur Beschleunigung der Oxydation und dem schnelleren Herausholen des Blautones.


Materialien:

Ein Negativ in Endgröße, dies kann entweder ein Großformatnegativ aus einer Fachkamera sein, eine Vergrößerung auf Repro- oder Strichfilm oder auch ein selbstgedrucktes Negativ auf Folie aus dem Inkjet oder Laserdrucker.

Dickeres Papier, idealerweise Aquarellpapier, für den Anfang tut es aber auch der Schulzeichenblock oder Zeichenkarton. Später sollte man darauf achten, säurefreies aber ungepuffertes Papier zu verwenden.

Dunkle, dicht schliessende Weithalsglasflaschen zur Mischung und Aufbewahrung der Lösungen.

Messbecher oder Einwegspritzen zur Abmessung der Lösungen. Besonders die Spritzen eigenen sich hervorragend, wenn man lieber kleinere Mengen der Lösungen frisch ansetzt.

Ein Bilderrahmen mindestens in der Größe des zu verarbeitenden Papiers, besser wäre natürlich noch ein richtiger Kopierrahmen.

Pinsel ohne Metall oder eine Schaumstoffrolle, bzw ein Schwämmchen zum Auftragen der Chemie.

Gummihandschuhe, auch wenn die Chemie nicht hochgiftig ist, besser ist es doch.

Eine Feinwaage zum Abwiegen der Chemie. Notfalls kann man die Chemie auch in Volumenverhältnissen mischen, da der Prozess der Cyanotypie sehr tolerant gegenüber Mischungsschwankungen ist. Ich rate trotzdem dringend zu einer Waage.

Eine Unterlage zur Vermeidung von Flecken, wobei sich die Chemie von glatten Flächen meist gut abwischen läßt.

UV-Lichtquelle, in der Regel ist dies die Sonne, man kann aber auch drinnen mit der Höhensonne arbeiten.