cyanotypie.eu - Alles rund um die Cyanotypie

Bei der Cyanotypie wird ein beliebiges Trägermaterial (z.B. Papier, Stoff, nach Grundierungsbehandlung sind selbst Materialien wie Stein oder Glas möglich) mit einer Mischung von Eisenammoniumzitrat (das grüne E. ist empfindlicher als das braune, letzteres geht aber theoretisch auch, ist aber nicht empfehlenswert) und rotem Blutlaugensalz (Kaliumferricyanid, Kaliumhexacyanoferrat III) in wässrigen Lösungen beschichtet («sensibilisiert»).

Nach dem Trocknen wird das Papier (oder sonstige Trägermaterial) mit UV-Licht (z.B. an der Sonne) belichtet. Wärend der Belichtung verfärbt sich das der Strahlung ausgesetzte, beschichtete Material von gelb zu grün-grau. Wenn man nun das Material wässert, wird durch das Auswaschen der unzureichend belichteten Reaktionssubstanz der Belichtungsprozess gestoppt und die belichteten Stellen erhalten eine blaue Färbung, welche sich im Laufe der Trocknung noch intensiviert.